Herausforderungen in der Tiefkühl-Logistik

Die Integrität der Kühlkette ist für die Lebensmittelsicherheit und die effiziente Nachverfolgung unabdingbar. Wenn Etiketten für den Einsatz in Tiefkühlbereichen (bis -40 °C und kälter) oder in feuchten Kühlumgebungen konzipiert werden, reicht Standardmaterial selten aus. Das Problem: Feuchtigkeit und Kälte beeinflussen sowohl die Haftkraft des Klebstoffs als auch die Bedruckbarkeit und Beständigkeit der Trägermaterialien.

Für Anwendungen, die über die einfache Lagerhaltung hinausgehen, bietet sich beispielsweise die qr-folie-robust an. Sie ist explizit für raue Bedingungen entwickelt und hält Temperaturschwankungen stand, ohne dass der QR-Code seine Scanbarkeit einbüßt. Dies ist entscheidend, wenn das Etikett als Träger eines digitalen Produktpasses (DPP) fungieren soll.

Compliance und digitale Identität unter Extrembedingungen

Im Kontext der EU-Verordnung 2024/1781 (ESPR) zeichnet sich ab, dass digitale Produktpässe künftig dazu beitragen werden, Transparenz in Lieferketten zu schaffen. Auch wenn es keine generelle DPP-Pflicht gibt und die Einführung schrittweise über delegierte Rechtsakte erfolgt, sollten Unternehmen ihre Kennzeichnungsstrategie zukunftssicher gestalten. GS1 weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die digitale Identität eines Produkts über den gesamten Lebenszyklus – also auch in der Tiefkühlkette – zuverlässig auslesbar sein muss.

Bei der Wahl des richtigen Labels ist neben der Witterungsbeständigkeit die Langlebigkeit des Codes entscheidend. Ein unleserlicher QR-Code bei einer Warenannahme durch Kälteeinfluss führt zu prozessualen Verzögerungen. Daher ist die Wahl zwischen qr-papier-standard und spezialisierten Lösungen wie dem kombi-retail-tag eine Frage der spezifischen Umgebungsanforderungen innerhalb Ihres Supply-Chain-Prozesses.

Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Die regulatorischen Anforderungen an den DPP sind noch im Prozess der Spezifizierung durch die Europäische Kommission.

Key Takeaways

  • Tiefkühl-Labels benötigen spezielle Klebstoffe, die ihre Haftung bei Minusgraden nicht verlieren.
  • Die Scanbarkeit von QR-Codes muss auch bei Reifbildung oder Feuchtigkeit durch geeignete Materialwahl (z. B. QR-Folie-Robust) gewährleistet sein.
  • Digitale Produktpässe erfordern eine konsistente Kennzeichnung über die gesamte Kette hinweg.
  • Die Regulierung durch die EU-Verordnung 2024/1781 erfolgt schrittweise; eine frühzeitige Auseinandersetzung mit robusten Kennzeichnungsmaterialien sichert Compliance-Vorteile.
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